Standort für „Bounty“ gesucht

Die „Bounty“ ist ein Anziehungspunkt für Kinder und Eltern. Alle Fraktionen der Stadtvertretung bevorzugten den attraktiven Standort in unmittelbarer Nähe zum Schloss. Aber dort durfte die Bounty nur während der Landesgartenschau vor Anker gehen. Denn die Denkmalpflege blieb trotz aller Bemühungen der Stadtverwaltung hart und war der Meinung, dass die Bounty – im Gegensatz zu Parkplätzen – nicht in das Ensemble des Schlosses passt. (Wer die Anbaupläne für Schloss Gottorf kennt, der ist auf die Stellungnahme der Landesdenkmalpflege dort gespannt.)
 
Daher sollte die Bounty auf ein Gelände vor der Schwimmhalle ausweichen. Die SPD-Fraktion hätte dies mit Bauchschmerzen befürwortet. Aber auch dazu wird es nicht kommen.
 
Denn die WOBAU als Stifterin der Bounty hatte der Stadt Eutin ursprünglich in Aussicht gestellt, ihr diese Kinderattraktion kostenfrei zu überlassen. Umso überraschender war die jüngste Ankündigung der WOBAU, sie könne die Bounty nun doch nicht kostenfrei zur Verfügung stellen, sondern wolle 26.000 Euro dafür haben. Dies – verbunden mit dem Vorschlag, den Betrag mit einem Grundstückswunsch zu verrechnen – brachte das Fass zum Überlaufen.
 
Kein guter Standort, dazu ein Preis von 26.000 Euro plus Umsetzungskosten von 4000 Euro, also rund 30.000 Euro, stehen in keinem Verhältnis zu einer Neuanschaffung, die laut Bauamtsleiter rund 40.000 Euro kostet: dafür aber neu und mit vollem Garantieanspruch!
 
Die SPD-Fraktion ist weiterhin offen für ein solches Spielgerät und würde sich auch offensiv für eine solche Anschaffung einsetzen. Voraussetzung dafür ist aber ein attraktiver Standort.