Informationsveranstaltung zu Rechtsextremismus

Rechtsextreme scheitern bei dem Versuch, die Veranstaltung zu verhindern

Am 10. Oktober 2016 fand in Eutin auf Initiative des SPD-Kreisverbandes und des SPD-Ortsvereins eine Informationsveranstaltung des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus (beranet) statt. Vier dunkel gekleidete Gestalten demonstrierten gleich zu Beginn in eindrucksvoller Weise, warum solche Veranstaltungen auch in Kleinstädten und im ländlichen Raum von Bedeutung sind: Die vier halbvermummten Eutiner Rechtsextremen setzten auf Einschüchterung des Publikums und der Veranstalter. Offensichtlich rechneten sie nicht damit, dass keiner der 40-50 Anwesenden die Veranstaltung verließ. Und so wurde ebenfalls ein gutes Beispiel dafür geliefert, wie mit den Einschüchterungsversuchen Rechtsextremer umzugehen ist. Als die Polizei nach etwa zehn Minuten eintraf, hatten die vier Störer die Versammlung bereits verlassen.

Die Berater von bernat informierten, dass Ostholstein der Landkreis mit der höchsten politisch motivierten Kriminalitätsrate von rechts sei. Einschüchterung gehöre zum gängigen Instrumentarium Rechtsextremer. Ein Veranstaltungsteilnehmer wusste dazu aus eigener Erfahrung zu berichten. Aber auch über die Propagandaaktivitäten Rechter wurde informiert. Zu diesen Aktivitäten gehöre natürlich das Internet. Menschen, die gar nichts davon wüssten, befänden sich in fremdenfeindlichen Facebook-Gruppen. Es sei ebenfalls üblich, bestimmte Seiten des sozialen Netzwerks erst im Nachhinein in eine rechtsextreme umzubenennen.

Der Einladung zur Informationsveranstaltung waren neben den zahlreichen interessierten Bürgern und einem Mitglied der Linkspartei nur SPD-Mitglieder gefolgt. Vertreter anderer Parteien der Eutiner Stadtvertretung waren nicht gekommen. Bedauerlich ist ebenfalls, dass von den Tageszeitungen lediglich die Lübecker Nachrichten über diese wichtige Veranstaltung berichtet hat.