Absage an Bürgerinitiative: SPD-Ortsverein gegen Luxussanierung des Hauses des Gastes

Während der Mitgliederversammlung am 15.10.2016 hat sich der SPD-Ortsverein der SPD-Fraktion in der Stadtvertretung angeschlossen und dessen Position zum Haus des Gastes mit einer Mehrheit von ¾ der anwesenden Mitglieder angenommen.

Im Einzelnen lautet die Position des SPD-Ortsvereins wie folgt:

1.) Die SPD Eutin ist gegen einen Abriss des Hauses des Gastes über den Ablauf der Bindungsfrist durch den Bürgerentscheid vom Februar 2015 hinaus. Ein Abriss kommt für die SPD Eutin erst dann in Frage, wenn eine andere öffentliche Nutzung konkret bevorsteht. Vor diesem Hintergrund lehnt die Eutiner SPD eine aufwändige Sanierung ab. Ein Abriss „auf Vorrat“ kommt für die Eutiner SPD nicht in Frage.

2.) Für das Areal des Hauses des Gastes soll weiterhin nach einem Investor gesucht werden. Dabei ist auch das Nachbargrundstück miteinzubeziehen. Eine Privatnutzung – zum Beispiel für Wohnungen – wird ausdrücklich ausgeschlossen.

3.) Die Eutiner SPD vertritt deshalb die Auffassung, dass das Haus des Gastes nur mit einfachen Mitteln instandgesetzt werden sollte, um eine Nutzung in den Sommermonaten – vor allem im Außenbereich – zu ermöglichen. Auf eine Barrierefreiheit und eine energetische Sanierung soll aus Kostengründen verzichtet werden. Eutin verfügt über ausreichend andere Versammlungsstätten (Torhäuser, historische Reithalle nach der Sanierung), die eine teure Sanierung des Haus des Gastes nicht erforderlich macht.

4.) Die Eutiner SPD lehnt das geplante Bürgerbegehren der Bürgerinitiative zum Erhalt des Haus des Gastes, weil die Fragestellung dazu führt, dass das Haus des Gastes auf Dauer erhalten bleibt:

„Sind Sie dafür, dass das Haus des Gastes in Eutin, Bleekergang 4-6, ganzjährig für Veranstaltungen und als Stätte des Verweilens erhalten bleibt, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Caféteria mit Außenterasse eingerichtet wird, die Außenanlage, Gebäude und Räume behindertengerecht gestaltet und instandgesetzt werden, und die gesamte Anlage dauerhaft instandgehalten wird?“

Mögliche Kosten in Höhe von 2,84 Millionen Euro ständen nach Auffassung der SPD Eutin in keinem Verhältnis zum Nutzen.