Haus des Gastes: Eutiner SPD gegen Entscheidung vor Herbst 2016

Bereits vor knapp zwei Jahren, am 20.05.2014, ist in einer gemeinsamen Sitzung des Bau-, Entwässerung- und Feuerwehrausschusses und des Ausschusses für Schule, Jugend, Kultur und Soziales beschlossen worden, das Haus des Gastes Ende 2014 abreißen zu lassen, um das Gelände während der Landesgartenschau für die Gastronomie zu nutzen. Im selben Jahr, im September 2014, hat die SPD während einer gemeinsamen Sitzung des Bau-, Entwässerung- und Feuerwehrausschusses und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt den beantragt, den im Mai gefassten Beschluss zum Abriss des Hauses des Gastes zurückzunehmen. In einer Pressemitteilung hat die SPD seinerzeit ausgeführt, dass der Grund für diesen Antrag der öffentlich vorgetragene Protest verschiedener Eutiner Gruppen gewesen sei. Diesem Protest wollte die SPD Rechnung tragen und eine Entscheidung zum Haus des Gastes verschieben. Allerdings hat sich die SPD damit nicht grundsätzlich gegen den Abriss des Hauses des Gastes ausgesprochen. Bedauerlicherweise wurde der SPD-Vorschlag  wurde von der Mehrheit der Ausschussmitglieder abgelehnt.

Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion vor einem Jahr, am 6.5.2015,  erneut Beschlussvorschläge zum Haus des Gastes in den Bau-, Entwässerungs- und Feuerwehraussschuss eingebracht. Diese Vorschläge waren differenzierter und beinhalteten die Erteilung des Auftrages an die Verwaltung, „mit einfachen Mitteln bis zur Landesgartenschau das äußerliche Erscheinungsbild des Haus des Gastes zu verbessern und die sanitären Anlagen zu sanieren.“ Idealerweise sei dies nicht aus Mitteln des Haushaltes der Stadt Eutin, sondern durch Fremdmittel zu erreichen. Der zweite Vorschlag sah vor, die Verwaltung zu beauftragen, „für die Zeit nach der Landesgartenschau ein Nutzungskonzept für das Haus des Gastes (…) zu erstellen“, das ein Finanzierungskonzept und eine Nutzungsentgeltordnung enthalten solle. Wiederum war die SPD mit beiden Vorschlägen gescheitert.

Die Eutiner SPD steht weiterhin zu ihrer mehrfach zum Ausdruck gebrachten Position, eine Entscheidung zum Haus des Gastes erst nach Beendigung der Landesgartenschau zu treffen. Insofern stimmt die SPD mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens zur Zukunft des Hauses des Gastes überein. Vorrangiges Ziel muss die Durchführung der Landesgartenschau bleiben sowie die Planung der Marktplatzsanierung, um die Kapazitäten der Verwaltung nicht über Gebühr zu strapazieren. Nach den umfangreichen Arbeiten zur Landesgartenschau sowie der Sanierung des Bahnhofsvorplatzes und der verlängerten Peterstraße stehen derzeit keine dringlichen Entscheidungen zur Innenstadtsanierung an.

Welchem Konzept die SPD anschließend zustimmen wird, hängt von den konkret zu entwickelnden Vorschlägen ab. Derzeit schließt die SPD weder den Bau eines Hotels anstellen des Hauses des Gastes aus – für den Fall, dass sich ein Investor findet -, noch dessen Sanierung aus. Die SPD bleibt dabei, dass für sie ein Abriss erst dann in Betracht kommt, wenn ein Hotelneubau konkret bevorsteht. Ein Abriss auf Vorrat kommt für die SPD nicht in Frage.