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Pressemitteilung: Eutiner SPD für schnellen Neubau der Kuhbergsbrücke

Seit Ende Mai ist es Gewissheit: Die Kuhbergsbrücke über die Schwentine musste von der Stadtverwaltung aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Damit ist das eingetreten, wovor die Eutiner SPD-Fraktion lange gewarnt hat. Zuletzt bei den Haushaltsberatungen für das Budget 2011 am 19. Januar wies der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Westphal auf die prekäre Lage der Brücke hin. Seine Warnungen blieben ungehört, die Mehrheit der Stadtvertretung strich die Mittel für den Brückenneubau frei nach der Devise: Es wird schon gut gehen.

Dabei entschieden sich die anderen Fraktionen wider besseren Wissens. Seit Jahren wurde im Bauausschuss über den Neubau der Brücke diskutiert. Dass diese marode war und ist, wurde zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Schwerpunkt der Auseinandersetzungen waren lediglich der Standort der neuen Brücke und die Art der Bauweise.

Für den Standort standen drei Varianten zur Auswahl. Für zwei Varianten war Landerwerb erforderlich, der sich letztendlich nicht realisieren ließ. So blieb nur der alte Standort, obwohl dieser durch ein Feuchtgebiet führt und die Zuwegung durchaus problematisch ist.

Ob dann die Brücke wie bisher aus Holz oder doch aus Aluminium oder anderen Materialien gebaut werden sollte, war eher nachrangig, denn es war schließlich eine Preisfrage: Wollte man den Neubau der Brücke in 2011 oder nicht?

Bereits 2010 waren in weiser Voraussicht 180.000 Euro in den Haushalt für den Brückenneubau eingestellt worden, die aber nicht verbraucht wurden, weil der endgültige Beschluss im Bauausschuss noch nicht gefasst wurde. Es fehlten für 2011 noch ca. 50.000 Euro, um das gesamte Projekt Brückenneubau umsetzen zu können.

Um die Kreditaufnahme zu reduzieren, wurde kurzer Hand der gesamte Neubau aus dem Haushalt gestrichen.

Dabei hat die Sperrung gravierende Auswirkungen. Zum einen wurde ein touristisch attraktiver Europawanderweg gekappt, zum anderen werden die Schulkinder jetzt auf die Riemannstraße umgeleitet. Das wurde zuletzt in der Dorfschaftsversammlung Fissau heftig kritisiert.

Die SPD-Fraktion will das Neubauprojekt Kuhbergredder jetzt wieder aufnehmen. Für den Nachtragshaushalt, der am 22.06.11 zur Beratung ansteht, sollen die notwendigen 230.000 Euro wieder eingestellt werden, damit der Neubau der Brücke zügig umgesetzt wird.

Übrigens: Kosten für die Kuhbergsbrücke sind im Nachtragshaushalt bereits enthalten – 22.000 Euro sind fällig für Planungskosten, die bereits 2010 angefallen sind. Seltsam ist es allerdings, Geld für die Planung einer maroden Brücke aufzuwenden, diese dann letztendlich aber nicht zu bauen. Schilda ist da nicht weit.

Die Pressemeldung bekommen Sie als PDF hier.