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Pressemitteilung: »Neue Wahlkreiseinteilung fatal für Eutin und Umgebung«

Landtagsabgeordnete standen bislang für eine Region, die auch im Alltag als Einheit wahrgenommen wird. Dies wird mit der nächsten Wahl zum schleswig-holsteinischen Landtag zumindest für Ostholstein geändert:

Eutins nächste Landtagsabgeordneten könnten aus Plön oder Preetz kommen. Ob sie Eutin in dem Maße positiv vertreten werden wie es bislang möglich war, wird abzuwarten sein.

Die am vergangenen Freitag mit den Stimmen der CDU und FDP sowie des SSW vorgenommene Neuregelung der Wahlkreise für die nächste Landtagswahl sieht vor, Eutins Bedeutung als Mittelzentrum deutlich zu schmälern. Eutin wird ein Anhängsel des Wahlkreises Plön-Süd, der vom Schwentinetal bei Kiel über Wankendorf bei Neumünster über Plön bis nach Ahrensbök reicht. Bad Malente-Gremsmühlen hingegen wird dem Wahlkreis Plön-Nord zugeschlagen, der bis in die Probstei bei Kiel reicht; Süsel – in einer Verwaltungseinheit mit Eutin – wird dem Wahlkreis Ostholstein-Nord angehören, der auch Fehmarn umfasst.

Der ursprüngliche Vorschlag der Landeswahlleiterin sah vor, die zentrale Stellung Eutins beizubehalten – das Umschwenken auf die neue, aus Eutiner Sicht vollkommen absurde Lösung ist mit Vernunft nicht zu erklären. Nicht ohne Grund hat sich auch Landrat Sager (CDU) in dieser Sache gegen das Votum seiner Partei geäußert.

Die Stimmen der SPD gegen diese Regelung waren deutlich, wurden aber nicht erhört; ein Eilantrag gegen die Neuregelung ist im Landtag am Mittwoch vergangener Woche abgelehnt worden.

Unser Appell kann nur an die schwarzgelben Koalitionäre gehen, diese Neuregelung noch einmal zu überdenken und eine andere Lösung zu finden, die Eutins Status als Kreisstadt und Mittelzentrum entspricht. Es reicht nicht aus, dass Frau Todsen-Reese (CDU) und Herr Dankert (FDP) in öffentlichen Äußerungen so tun, als hätten sie mit der schwarzgelben Koalition in Kiel nichts zu tun. Ihr Engagement sollte den Interessen Eutins und seines Umlandes dienen – konkret hätten sie das nun vorliegende Ergebnis verhindern müssen.

Wenn den beiden scheidenden Landtagsabgeordneten die künftige Auflösung ihres Wahlkreises unwichtig erscheint, ist dies traurig genug. Die SPD Eutin jedoch möchte Regina Poersch weiterhin als starke Eutiner Stimme im Landtag hören.

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