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Eutiner SPD-Fraktion zu Gast bei der Eutiner Feuerwehr

2008_0210Mainz0062Mit offenen Armen wurde die Eutiner SPD-Fraktion in Begleitung des Bürgermeisterkandidaten Torsten Rosenkranz in der Freiwilligen Feuerwehr am Priwall empfangen. „Wir wollten vor allem den künftigen SPD-Stadtvertretern den Stand der Ausrüstung und der Einsatzbereitschaft der Eutiner Feuerwehr erläutern,“ so SPD-Fraktionschef Hans-Georg Westphal und Vertreter der Eutiner Feuerwehr nach dem Rundgang vor der Presse.

So reichte das Spektrum der besichtigten Fahrzeuge vom gerade erst für 30.000 Euro beschafften Mannschaftstransportwagen bis zum 45 Jahre alten Schlauchkraftwagen, der eigentlich ins Museum gehöre. Hier konnte Hans-Georg Westphal berichten, dass eine Ersatzbeschaffung bald bevorstehe.

Auch in Sachen Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes kann die Eutiner Feuerwehr hoffen, dass es 2008 Entlastung gibt, im Stellenplan der Stadt Eutin ist diese Stelle bereits ausgewiesen. „Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind in den letzten Jahren ständig gewachsen, die Ehrenamtlichkeit stößt so langsam an ihre Grenzen,“ begrüßt Bauausschuss-Vorsitzender Mathias Lippisch die personelle Verstärkung für die Eutiner Wehren.

Mit 217 Einsätzen im vergangenen Jahr gehört die Eutiner Wehr zu den am meisten in Anspruch genommen Feuerwehren der Region. Neben den Einsätzen im Stadtgebiet gehörte natürlich auch die Unterstützung der Feuerwehren in den Nachbargemeinden bei größeren Unglücksfällen zu den Aufgaben der Eutiner Wehr.

„Die Eutiner Wehren haben in den letzten Jahren verantwortungsvoll gehandelt und ihren Beitrag für die Haushaltskonsolidierung erbracht“, lobte SPD-Fraktions-vorsitzender Hans-Georg Westphal das besonnene Verhalten der Eutiner Wehren. Dabei sei Brandschutz eine gesetzlich festgeschriebene Pflichtausgabe der Kommunen. Das Sparpotential stoße aber dort an seine Grenzen, wo die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auf dem Spiel stehe.

Derzeit zählt die Eutiner Feuerwehr 83 Aktive und man freue sich über jeden, der bei der freiwilligen Feuerwehr mitmachen wolle, aber die räumlichen Kapazitäten am Priwall platzen aus allen Nähten. „Das beginnt bei ganz banal bei der Frage, wo für die neuen Feuerwehrleute die Spinde aufgestellt werden – ganz zu schweigen von den sanitären Einrichtungen wie getrennte Duschen für die Männer und Frauen, stellt Bauausschuss-Vorsitzender Mathias Lippisch fest.

Die SPD-Fraktion konnte sich bei ihrem Rundgang davon überzeugen, dass räumliche Erweiterungen auf dem jetzigen Areal kaum möglich seien. Für SPD-Fraktionschef Hans-Georg Westphal gibt es daraus nur eine mögliche Konsequenz:
„Wir müssen uns mittelfristig nach einem neuen Standort für die Eutiner Feuerwehr umsehen. Glücklicherweise gibt es in der Nachbarschaft mehrere geeignete Areale“.
Kurzfristig wäre aber bei einem Schuldenstand der Stadt in Höhe von 20 Millionen Euro ein Umzug der Feuerwehr nicht umzusetzen. „Wir müssen aber der Eutiner Feuerwehr eine Perspektive bieten – wenn nicht heute oder morgen, dann aber übermorgen.“

Am Abschluss des Rundgangs ging es für die schwindelfreien künftige SPD-Stadtvertreter in luftige Höhen. Aus 37 Metern Höhe im Korb der Drehleiter konnten sie den herrlichen Blick über Eutin genießen – und für einen Moment die Probleme Eutins vergessen.