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Als Adler gestartet, als Spatz gelandet: die CDU

Die SPD-Fraktion ist über den Vorstoß der Mehrheitsfraktion zur Ausweisung neuer Bauflächen erstaunt.

Als der Stadtentwicklungsausschussvorsitzende Ende November so blumig eine Kampagne zur Ausweisung neuer Baugebiete ausrief, fragte sich die SPD-Fraktion verwundert, ob sich die umliegenden Kommunen plötzlich mit einer Eingemeindung einverstanden erklärt hätten. Anders konnte man sich die angekündigten „energischen Schritte“, die nun begangen werden sollten, nicht erklären. Denn, so der Sprecher für Stadtentwicklung in der SPD-Fraktion, Karlheinz Jepp, „es ist bekannte Tatsache, dass kein Fleckchen Erde im Stadtgebiet planungstechnisch unproblematisch ist. Jedes Gelände, über das wir im Ausschuss in den letzten Monaten geredet haben, hat seine Tücken.“

Nun folgte der Erwartung schürenden Ankündigung der CDU-Fraktion in der letzten Stadtentwicklungsausschusssitzung die doch sehr ernüchternde Antwort der Verwaltung.
Der Leiter des städtischen Bauamtes gab einen Überblick über die potenziell zu bebauenden Flächen. Sehr sachlich trug er zunächst die Flächen vor, für die sich bereits ein Bebauungsplan in Vorbereitung befindet. Dabei wurde allen Ausschussmitgliedern bewusst, dass sich alle diese Flächen in laufender Bearbeitung befinden.

„Die jeweiligen ökonomischen oder ökologischen Problemlagen, die mit den einzelnen Gebieten verbunden sind, sind nichts Neues gewesen, man könnte auch sagen, viel Lärm um Nichts“, so Jepp.

Ferner wurden seitens der Verwaltung zwei kleinere Flächen angesprochen, die sich in dem im vergangenen Jahr verabschiedeten Flächennutzungsplan als problematisch erwiesen haben. In diesen Fällen muss erst die endgültige Genehmigung dieser Flächen seitens des Landes abgewartet werden.

„Über diese möglichen Baulandausweisungen sprechen wir regelmäßig“, so Hans-Georg Westphal, Fraktionsvorsitzender der SPD. Dazu Jepp: „einzig und allein das Baulückenkataster, das auf Antrag der SPD-Fraktion im letzten Sommer erstellt worden ist, birgt Chancen, sich dem stetig verändernden Nachfragemarkt zu stellen.

Die gebetsmühlenartig wiederholte Begründung für Neubaugebiete auf der grünen Wiese Grundstücke für junge Familien auszuweisen, wird durch alle Erkenntnisse des demografischen Wandels ad absurdum geführt. Kurze Wege und neue Wohnformen sind die Möglichkeiten der Zukunft. Die SPD-Fraktion ist gespannt, wann sich im Bebauungsplan Nr. 81 (Otto-Haesler-Straße) endlich etwas tut, weil sich genau hier vieles an neuen Wohnformen verwirklichen ließe.

In einer Zeit, in der etwa 100 Objekte in Eutin auf dem Immobilienmarkt zu erwerben sind, kann niemand ernsthaft davon sprechen, in Eutin gäbe es keine Ansiedelungsmöglichkeiten. Auf den Wind, den die CDU-Fraktion mit ihrem Vorstoß gemacht hat, hätten wie gern verzichten können.“

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